Studienbuch Ms. GK 1
   

Inhalt

 
   
 
 
Das Haushaltungs- und Studienbuch

Von 1836 bis 1838 und wiederum 1841 (während des Studienaufenthales in München) benutzte Keller einen großen Pappband für Eintragungen verschiedener Art: Gedichtexzerpte, eigene Gedicht- und Prosaentwürfe, Notizen zu malerischen Motiven usw. – aber auch Zeichnungen mit Feder und Bleistift, die sich oft als Textillustrationen ausnehmen. Die Eintragungen wurden von vorne und von hinten her vorgenommen. Der Band war vorher offenbar als Haushaltungsbuch verwendet worden. Die Mutter Elisabeth Keller verbuchte hier ausstehende Guthaben (vorn) und Schulden (hinten).

Dieses Studienbuch ist im Keller-Nachlaß der Zentralbibliothek Zürich (Ms. GK 1) aufbewahrt. Es wird im Rahmen der Historisch-Kritischen Ausgabe integral wiedergegeben und kommentiert (HKKA. 16.1).

Die vordere Deckel-Innenseite.


Der durchgestrichene Text im oberen Teil trägt das Datum 1831. Es handelt sich um die Verbuchung eines ausstehenden Guthaben durch Elisabeth Keller.

Die Figur mit der Teufelsfratze (links unten) wurde von Keller mit der Legende „Ein spuckender Schuster“ versehen. Der Teufel „spuckt“ (so Kellers Schreibung für 'spukt') auch andernorts in den Studien- und Notizbüchern; zuletzt, gegen die Jesuiten gerichtet, im Notizbuch Ms. GK 73:

hielt den Teufel für gestorben
Und nun spuckt er unverdorben
hier in diesen Mauergrüften:
Morgen soll der Zeugwart lüften!

 

 
Köpfe und ähnliches

 

S. 84 (Kopfzeichnungen)

 

S. 55 (Schönwetterloch)
   

S. 185 (Köpfe, Töpfe etc.)

(aus dem gleichen Studienbuch, S. 134)


 
Halloween

 

S. 169 (Grotesken)

Ausschnitt

 

 

 



20.9.2004 / W. Morgenthaler